Wintersport

28.1.2026

Wintersport und Gesundheit – Sicher und gesund die Saison geniessen

Wintersportarten wie Ski- und Snowboardfahren, Langlaufen, Schlitteln oder Eislaufen gehören zur kalten Jahreszeit dazu und bringen viele Menschen in Bewegung. Sport in der Winterlandschaft macht Spass, fördert die Ausdauer, stärkt die Muskulatur und wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus – wenn gewisse gesundheitliche Aspekte beachtet werden. Dabei geht es vor allem um Prävention, Schutz vor Kälte und Unfallrisiken sowie allgemeine Sicherheitshinweise.


1. Vorbereitung ist wichtig

  • Kondition aufbauen: Eine gute körperliche Grundkondition und Stärke in Beinen, Rumpf und Gelenken reduziert das Verletzungsrisiko. Ein gezieltes Training schon vor der Saison kann hilfreich sein.

  • Warm-up vor dem Start: Vor dem Einstieg in den Sport (z. B. erste Abfahrt oder erste Runde) sollten die Muskeln langsam aufgewärmt werden. Kalte Muskeln sind anfälliger für Zerrungen oder Verstauchungen.


2. Schutz vor Kälte und Wettereinflüssen

  • Kleidung nach dem Zwiebelprinzip: Mehrere Schichten isolierender, atmungsaktiver Kleidung helfen, Körperwärme zu speichern und Feuchtigkeit vom Körper fernzuhalten.

  • Kopf, Hände und Füsse schützen: Ein Grossteil der Körperwärme geht über den Kopf verloren – eine passende Mütze oder Helm, warme Handschuhe und gut isolierende Socken tragen dazu bei, Unterkühlung zu vermeiden.

  • Sonnenschutz auch im Winter: UV-Strahlen reflektieren stark im Schnee – ein hoher Lichtschutzfaktor für das Gesicht und UV-schutzfähige Brillen helfen, Sonnenbrand und Blendung zu vermeiden.


3. Sicher unterwegs – Unfallrisiken reduzieren

  • Geeignetes und geprüftes Material: Gut gewartete Ausrüstung (Skier, Snowboards, Schlitteln, Eislaufschuhe) und korrekt eingestellte Bindungen sind zentral.

  • Schutzbekleidung: Helm, Schutzbrille und weitere Pads (z. B. Handgelenk- und Knieschützer) tragen dazu bei, schwere Verletzungen zu vermeiden.

  • An das Können anpassen: Strecken, Pisten und Tempo sollten dem eigenen Können entsprechen; zu ambitionierte Ziele erhöhen das Verletzungsrisiko.

  • Mit Partner und Planung: Niemals allein – gemeinsam lässt sich besser auf Gesundheitszeichen und Wetter achten. Vorher informieren über Wetterlage, Lawinenwarnungen und geplante Routen.


4. Kälte, Flüssigkeit und Ernährung

  • Trinken nicht vergessen: Auch bei kalter Luft schwitzt man. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach Aktivitäten unterstützt den Kreislauf und die Leistungsfähigkeit.

  • Regelmässige Pausen und Snacks: Kurzpausen helfen, Erschöpfung vorzubeugen – sie unterstützen auch Körperwärme und Konzentration.

  • Bestimmte Nahrungsergänzungen und Elektrolyten-Lösungen können Sie unterstützen.


5. Frühzeitiges Erkennen von Risiken

  • Symptome von Unterkühlung und Frostbeulen beachten: Starkes Zittern, blasse, harte Hautpartien oder Taubheitsgefühl können frühe Anzeichen sein. In solchen Fällen ist es sinnvoll, sich sofort aufzuwärmen.

  • Pausieren bei Ermüdung: Müdigkeit lässt Reaktionsfähigkeit und Koordination nachlassen – ein erhöhtes Risiko für Stürze und Unfälle.


6. Herz-Kreislauf und Gesundheit

Körperliche Aktivität bei Kälte stellt zusätzliche Anforderungen an Herz und Kreislauf. Personen mit bekannten kardiovaskulären Risiken sollten die Intensität der Aktivität entsprechend anpassen und auf ihren Körper achten. Besonders bei ungewohnter Belastung oder starkem Kältereiz lohnt es sich, die Aktivität langsam zu steigern.


Fazit

Wintersport kann eine bereichernde und gesunde Freizeitbeschäftigung sein – vorausgesetzt, man bereitet sich gut vor, achtet auf geeignete Kleidung, Schutz und Technik sowie auf die eigenen körperlichen Signale. Eine sorgfältige Planung, eine angepasste Ausrüstung und ein gesundheitsbewusstes Verhalten tragen dazu bei, Risiken zu reduzieren und die Saison sicher zu geniessen.