16.04.2021
Frühjahrskur

Frühlingsputz im eigenen Körper

»Es gibt kaum etwas Schöneres wie die spriessende kraftvolle Natur im Frühling. Energie die sich auch auf den Körper überträgt und Lust zur Veränderung gibt.«

Viele Menschen verspüren gerade im Frühjahr den Wunsch nach Veränderung. Mit dem Erwachen der Natur möchte man auch in den eigenen vier Wänden die Wintergeister vertreiben, um neuen Ideen Raum zu geben. Oftmals springt dieser Veränderungsdrang auch auf unseren Körper über. Hatten Sie auch schon das Verlangen nach einer neuen Frisur oder ganz anderer Kleidung und Schuhe im Frühling? Lassen Sie der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance sich einzuschleichen und beginnen Sie eine Entschlackungskur, um im wortwörtlichen Sinne mit sich ins Reine zu kommen.

Entgiften – warum?

Die Komplementärmedizin ist der Ansicht, dass der menschliche Körper nicht alle „Abfallstoffe“ ausscheidet, sondern sie z. B. im Bindegewebe oder in den Gelenken deponiert. Um diese nicht weiter verwendbaren Stoffe wieder los zu werden, braucht der Körper einen Anstoss und Unterstützung. Vor allem unsere Umwandlungs- und Ausscheidungsorgane (Leber, Magen, Darm, Nieren und Blase) sind von diesen Prozessen stark betroffen. Ob eine Entgiftungskur nötig ist, hängt von der ganz persönlichen Situation und Einstellung ab. Wenn Sie chronisch müde sind und Konzentrationsschwierigkeiten haben, unter Verdauungsbeschwerden leiden, Hautprobleme sich einstellen oder rheumatische Beschwerden auftreten, kann eine Entschlackungskur sehr hilfreich sein. Auch nach längerer Krankheit oder nach Einnahme von stark wirkenden Medikamenten verhilft eine solche Kur zu neuer Kraft. Vielleicht möchten Sie aber einfach Ihre Lebensgeister wecken und das Hochgefühl und Wohlbefinden erleben, das nach einer Entschlackungskur unweigerlich entsteht.

Mit oder ohne Fasten

Ob Sie Ihren Körper in Begleitung einer Fastenkur entgiften, bleibt Ihre Entscheidung. In vielen Kulturen wird gefastet und auch aus den vielfältigsten Gründen. Sicherlich wurde in unseren Breitengraden früher vor allem aus religiösen Antrieben gefastet zur Busse und Vergeltung der Sünden. Die vierzigtägige Fastenzeit beginnt in der römisch-katholischen Kirche am Aschermittwoch und endet an Ostern. Vor allem wurde auf Fleisch verzichtet, zum Teil auch auf Milchprodukte, Eier und Wein. Die Reformatoren lehnten das Fasten eher ab. Daher geriet die Fastenzeit in der evangelischen Kirche etwas in Vergessenheit. Auch andere Religionen (Judentum, Buddhismus, Islam und Hinduismus) kennen verschiedene Formen des Fastens. In der heutigen Zeit stehen beim Fasten vorwiegend die gesundheitlichen Aspekte im Vordergrund. Aber es finden sich immer mehr Motivierte, die während der Fastenzeit bewusst auf bestimmte Gewohnheiten verzichten, wie z. B. Autofahren, Fernsehen, Computerspiele oder keine Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten, Süssigkeiten konsumieren. Eine Fastenkur kann durchaus Ansporn dazu sein, die eigene Lebensweise zu hinterfragen. Dadurch dass weniger Zeit aufgewendet wird zum Kochen und für das Essen, hat man mehr Freiraum um einmal bewusst über die eigenen Lebensgewohnheiten nachzudenken. Was tut mir gut? Was möchte ich eigentlich gar nicht mehr? Wie kann ich neue Ideen in meinem Alltag umsetzen?

Fasten – was heisst das konkret?

Zu fasten bedeutet nicht, gar nichts mehr zu essen. Es gibt unzählige Möglichkeiten: mit gekochtem Gemüse, Kartoffeln oder Getreide, mit Suppen, mit Gemüse- und Fruchtsäften und mit Molke. Die verschiedenen Varianten lassen sich auch kombinieren. Allerdings sollte es nicht zu kompliziert werden, sodass Sie den Überblick nicht verlieren. Zu fasten bedeutet auch nicht, dass Sie nicht arbeiten können. Im Gegenteil, viele Menschen strotzen nur so vor Tatendrang weil der Körper für die Verdauung weniger Energie verbraucht. Während der Schwangerschaft und Stillzeit, für Kinder und Jugendliche und während einer Krankheit oder in der Rekonvaleszenz ist eine Fastenkur nicht zu empfehlen. Die Vorbereitung und Planung ist fast das Wichtigste der Fastenwoche. Wählen Sie den Zeitpunkt so, dass keine Essenseinladungen kurz vor, während oder am Tag nach dem Fasten auf dem Programm stehen. Auch körperliche Verausgabungen und sportliche Höchstleistungen sollte man auf später verschieben. Wählen Sie Produkte, welche Ihnen auch wirklich schmecken. Das Fasten sollte Ihnen Spass machen. Kaufen Sie alles was Sie benötigen vorher ein, damit Sie während der Kur nicht noch auf Einkaufstour gehen müssen. Für detaillierte Auskünfte und beim Zusammenstellen Ihrer persönlichen Fastenkurvariante sind wir Ihnen gerne behilflich.

Was kann ich mir sonst noch Gutes tun?

Ihre Entschlackungskur können Sie beliebig erweitern mit vielerlei zusätzlichen Massnahmen. Z. B. Wechselduschen um die Durchblutung anzuregen, Bürstenmassagen, Körperpeelings, Voll- oder Fussbäder mit Basensalz, denn einige Stoffe werden auch über die Haut ausgeschieden. Sie können Ihre Leber zusätzlich mit einem Leberwickel unterstützen. Täglich leichte Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf tun das ihre dazu.

Kommen Sie vorbei, wir beraten Sie gerne!

Bilder: Fotolia.com/ Natura Drogerien AG/ fotolia.com