21.03.2018
Heuschnupfen-der Frühling kommt!

Entstehung

Allergien können sich sehr unterschiedlich äußern - durch Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, aber auch durch Hautausschläge, Nesselsucht oder Magen-Darm-Beschwerden. Allerdings ist der Ablauf einer allergischen Reaktion stets gleich, wie nachfolgend am Beispiel Heuschnupfen erklärt wird.

Der allergieauslösende Stoff (Allergen), in diesem Fall z.B. Gräserpollen, gelangt durch die Atemluft auf die Schleimhäute der Atemwege. Dort wird das Allergen von den Zellen des Immunsystems als Fremdkörper erkannt. Sofort beginnen diese Zellen mit der Produktion von speziellen Abwehrstoffen, den so genannten Antikörpern. Diese begeben sich dann vorläufig in Warteposition. Den Ablauf bis zu diesem Punkt, nennt man Sensibilisierungsphase. Erst nach solchen "Erstkontakten", können sich bei einer erneuten Begegnung mit den Gräserpollen allergische Symptome bilden. In dieser Reaktionsphase treffen die Allergene auf die an spezielle Zellen gehefteten Antikörper. Es folgt eine heftige Reaktion, die dazu führt, dass primär der Botenstoff Histamin freigesetzt wird. Und genau wie ein Schlüssel, passend zum richtigen Schloss, setzt sich nun das Histamin an den empfangsbereiten Stellen (Rezeptoren) im Körpergewebe fest. Die Folge ist eine entzündliche Reaktion - es kommt z.B. zu einer Rötung und Schwellung der Schleimhäute, Hautausschlägen oder zu tränenden Augen. Histamin Das Gewebshormon ist überlebenswichtig für unseren Körper. Es hilft bei Entzündungen und allergischen Reaktionen und unterstützt unser Immunsystem bei der Abwehrfunktion. Histamin ist auch ein Neurotransmitter, das heisst, es fördert unter anderem den Wachzustand, reguliert die Wärmefunktion und unterstützt uns beim täglichen Denken und Handeln. Ebenfalls ist es für die Magensäureproduktion und zur Steigerung der Herzfrequenz zuständig. Zudem löst es die Ausschüttung vieler weiterer Hormone in unserem Körper aus, z.B. von Adrenalin.

Ursachen

Allergien werden in vier verschiedene Typen eingeteilt. Die Ursache ist je nach Allergietyp unterschiedlich.

  • Typ 1: Typische allergieauslösende Faktoren sind Pollen, Tierhaare oder Lebensmittel.

  • Typ 2: Heftige, durch Medikamente ausgelöste Reaktionen. Diese Allergie ist jedoch selten.

  • Typ 3: Ist eine verzögerte Allergie, es kann oft Tage dauern bis eine Reaktion entsteht. Ursachen sind häufig Schimmelpilze oder bestimmte Medikamente.

  • Typ 4: Auslöser sind in diesem Fall verschiedene Kontaktsubstanzen (Nickel, Chemikalien, Pflegemittel), welche nach mehreren Tagen ein Kontaktekzem auslösen können.

Was sind Kreuzallergien?

Allergene bestehen aus Eiweissen, das heisst sie werden von unserm Körper als Fremdstoffe erkannt. Wenn sich die Struktur zweier Allergene ähnelt, ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass der Körper auch auf das ähnlich strukturierte Allergen reagiert. Kreuzallergien sind schwierig vorauszusehen, die Beschwerden können aber mit einer Basistherapie minimiert werden. Wenn beim Essen ein Kribbeln/ Jucken im Mund oder Rachen bemerkt wird, sollte das Lebensmittel nicht mehr, oder nur in kleinen Mengen konsumiert werden. Durch Kochen werden vielen Eiweisse zerstört und können wieder gegessen werden.

Die natürliche Behandlung

Pflanzliche Heilmittel bringen in akuten Phasen Linderung bei allergischen Symptomen. Vorbeugend eingenommen lernt der Körper, nicht auf allergisierende Stoffe zu reagieren. So therapiert, wird beispielsweise der Heuschnupfen jede Saison schwächer.

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